Was würdest du tun, wenn dein Einkommen gesichert wäre?

3. Juni 2016 5 Kommentare

Die Schweiz stimmt über das Bedingungslose Grundeinkommen ab

In der Demokratie wählt das Volk seine Vertreter. Wie kann es sein, dass mit ein paar wenigen Ausnahmen, alle gewählten Volksvertreter seine Bürger als „faul“ bezeichnen und das bedingungslose Grundeinkommen ablehnen?

Die Schweizer haben als erstes Volk die Möglichkeit, darüber abzustimmen, ob sie sich ein Einkommen ohne jede Bedingung gönnen wollen. Das ist nur möglich, weil die Schweiz eine direkte Demokratie hat. Die Initianten der Idee für ein bedingungsloses Grundeinkommen hatten die nötigen Unterschriften in kürzester Zeit zusammen. Am 5. Juni 2016 stimmen wir also darüber ab, ob die Schweiz Geschichte schreibt und der Welt ein Signal für die Menschlichkeit zukommen lässt.

Wir stimmen "Ja" zur Menschlichkeit! Jeder Mensch soll das Recht haben, das zu tun, was seine Bestimmung ist. Das bedinungslose Grundeinkommen ist ein wichtiger Schritt zu mehr Menschlichkeit.

Wir stimmen „Ja“ zur Menschlichkeit! Jeder Mensch soll das Recht haben, das zu tun, was seine Bestimmung ist. Das bedinungslose Grundeinkommen ist ein wichtiger Schritt zu mehr Menschlichkeit.

Was gönnst du deinen Mitmenschen?

Die Frage die das bedingungslose Grundeinkommen klärt ist, „Was gönnst du deinen Mitmenschen?“ Wer allen Mitmenschen eine gesicherte und menschwürdige Existenz gönnen mag, der stimmt für diese Vorlage. Wer seine Mitmenschen als „Schmarotzer“ einstuft, muss dagegen sein. Es ist nicht eine Frage der Finanzierbarkeit, sondern eine Frage der Menschlichkeit. Warum sind also alle Parteien und fast alle gewählten Politiker gegen diese Vorlage? Dazu gibt es verschiedene Gründe. Menschen, die frei wählen können, welcher Tätigkeit sie nachgehen möchten, sind frei und damit nicht mehr manipulierbar. Eines der Argumente der Politiker war auch, dass es dann soweit kommen könnte, dass die Mütter nicht mehr arbeiten und Zuhause bei ihren Kindern bleiben. Was sind das für Leute, die den Müttern durch finanziellen Druck, das Recht nehmen wollen, ihre Kinder zu versorgen?

Das Topargument der Gegner: „Menschen werden faul, wenn ihr Einkommen gesichert ist?

Wer davon ausgeht, dass Menschen nicht mehr arbeiten würden, wenn ihr Einkommen gesichert wäre, ist entweder schlecht informiert oder borniert. „Menschen werden faul, wenn die Verhältnisse sie ausbeuten – nicht umgekehrt“, sagt Philip Kovce, einer der Mitinitianten der Vorlage. Das bedingungslose Grundeinkommen macht nicht faul, sondern frei. Kann es sein, dass diese Freiheit für einige Leute in Machtpositionen gefährlich werden könnte? Kann es sein, dass sie deswegen gegen die Menschlichkeit sind?

Freie Menschen werden kreativ und finden den Sinn des Lebens

Es ist erwiesen, dass nur gerade 2% der Menschen nichts mehr arbeiten würden. Wer eine Tätigkeit nur deswegen ausführt, weil damit sein Einkommen gesichert ist, wird über kurz oder lang krank. Wer eine Tätigkeit ausübt, die ihn erfüllt, wird produktiv. Dank vielen Jahren Erfahrung in der Visionsfindung der Menschen, kann ich behaupten, dass nur diejenigen Menschen Erfüllung und Glück finden, die ihre Berufung leben können. Der grösste Stolperstein auf diesem Weg ist die Sicherung der Existenz.

Das bedingungslose Grundeinkommen hilft den Menschen ihre Lebensaufgabe zu leben und das tun zu können, was sie glücklich macht. Niemand wird glücklich, wenn er keine erfüllende Aufgabe hat. Jeder Mensch hat in sich angelegt, seinen Beitrag zu leisten. Jeder auf seine eigene ganz persönliche Art. Wir sind an den Punkt in der Entwicklung der Menschheit gekommen, wo wir uns dafür entscheiden dürfen, genau das zu tun, wofür wir hierher gekommen sind. Darum ist es keine politische, sondern eine menschliche Frage. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass wir über eine Staatsform abstimmen können, die den Mensch ins Zentrum stellt und damit ein neues Zeitalter einläutet. Auch wenn es noch zu viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die in ihrer Angst „Nein“ stimmen, so wird das Feld der bedingungslosen Existenz nicht mehr zu stoppen sein. Es ist ein Relikt aus dem alten Bewusstsein, das nach Bedingung schreit. Alleine weil wir da sind, haben wir ein Recht auf Existenz – und zwar ohne irgend welche Bedingungen. Ein freies Leben ist, das tun zu können, wofür wir hier sind und nicht nichts zu tun.

Was fehlt, wenn alles da ist?

Auch wenn die Abstimmung am 5. Juni 2016 nicht angenommen wird, kann diese Entwicklung nicht mehr gestoppt werden. Das bedingungslose Grundeinkommen kämpft nicht gegen ein bestehendes System, sondern macht das alte System überflüssig und ersetzt es mit etwas, das besser ist. Darum sollte jeder, der die Menschen wahrhaftig ins Zentrum stellt, das Buch, „Was fehlt, wenn alles da ist“ lesen. Es enthält eine Fülle von Weisheiten, die ein neues Bewusstsein öffnen.

 

Noch nie wurde das wahre Wesen der Menschen klarer beschrieben als im Buch des Jahres 2016. Wer dieses Buch gelesen hat, kann nur noch "JA" stimmen.

Noch nie wurde das wahre Wesen der Menschen klarer beschrieben als im Buch des Jahres 2016. Wer dieses Buch gelesen hat, kann nur noch „JA“ stimmen.

Daniel Häni, der Mitinitiant des bedingungslosen Grundeinkommens hat am 15. Treffpunkt Erfolg die Leute aufgerüttelt und viele zum Nachdenken gebracht. Viele, haben darauf mutig in ihrem Umfeld für dieses Anliegen geworben und sich damit bei vielen selber in die Nesseln gesetzt. Einer der schon seit Jahren für dieses System weibelt ist Götz Werner, der Gründer der DM-Drogerie-Kette. Lesen Sie auch den Beitrag in diesem Blog: „Initiative für eine menschenwürdige Geschellschaftsform“

Wir freuen uns, wenn wir hier auf dieser Seite dazu beitragen können, die Diskussion über dieses Grundrecht der Menschen zu führen. Schreibt Eure Meinung in der Kommentarspalte. Wir freuen uns auf ein neues Zeitalter, wo der Mensch im Zentrum steht, einfach weil er da ist und nicht weil er sich seine Existenz verdienen muss.